Unterwegs

  UNTERWEGS IN SACHEN PUNKROC!!!!!!

Münster bei Nacht

 

Vielleicht hat der/die eine oder andere manchmal auch Lust nicht zuhause zu vergammeln und irgendetwas zu machen. Dazu gibt's auch in Münster ein ziemlich großes Angebot (auf den ersten Blick), wenn man das dann aber mal genau betrachtet, ist die Auswahl gar nicht sooo groß. Jeglicher Schicki-Micki-Kram erledigt sich da von selbst, da ich keine Lust darauf habe, die Leute da aber wohl auch keine Lust auf mich. Also kein Einlass in den Nachtstudios und in der Lounge 54, keine Tequila-Party im FDP - Grand Cafe. Selbst inna Distille, wollten se mich nicht reinlassen, bis ich ihnen beweisen konnte, dass ich kein Engländer bin, aber auch nicht mein Laden, das. Schluckspecht war immer nett, ist nur nicht mehr, dafür jetzt mutiert und Gorilla und preislich angepasst. Die Leeze, und damit auch sämtliche Live-Konzerte auf lau, gibt's nicht mehr, dafür ein neuer Saftladen in dem man nicht bedient wird. Mittwochs gibt's bis 1.00h im GoGo pay 1 get 2, die Musik ist ok (ein bisschen oberflächlich, d.h. immer nur die 1,2 bekannten Lieder bekannter Bands) und die Leute gleichen den Personen die am Wochenende den einen oder anderen Scheunenball besuchen. Schön mit karierten Hemd inne Hose gesteckt. Ach, das sind BWLer, man kann ja nicht alles wissen. Donnerstag kann man in' Klup gehn, Musik vom feinsten (Punk, HC, Ska und ein bisschen Hiphop), aber wenn man kein oder nur ein kleines selbstgestochenes Tattoo hat, sollte man es schon bedecken, da man sonst wohl dem spöttischen Blicken der aufgestylten Punkrockfamilie ausgesetzt ist. Mit H+M fing das wohl alles an, die Preise sind auch ziemlich hoch, aber meistens Mukke erstklassig und auch gemütlich! Zur Sputnikhalle hat sich mein Kollege unten ja schon ausgelassen, generell kann ich es immer empfehlen Freitags (wenn Yorgo und Hennes dran sind) zu gehen und gut Musik zu hören. Allerdings sollte man vermeiden jede Woche dort hinzugehen, da doch sehr viel wiederholt wird und das die ganze Sache auch nicht verbessert. Samstag ist mit einem einzigen DJ leider keine Abwechslung mehr drin' und somit auch Langeweile vorprogammiert. Außerdem versucht man hier wohl ein zu breites Musikspektrum an einem Abend abzudecken und Emo-Metalcore ist leider auch in Mode. Die Sputnikhalle hat mittlerweile auch eine ziemlich große Fangemeinde (www.sputnikhalle.com). Parties im Gleis kann man immer hin, bei Record Riot ist die Mukke auch immer erste Sahne, leider ist der Laden meistens sehr leer. Punkrock Inferno, Junx, gibt's das eigentlich noch? Mit Verlosung und Bingo und so'n Kram war auch immer ne gute Sache, da in Doc' Müller's. Neulich mal im Heartbreak gewesen und die ganze Zeit zu Social Distortion getrunken, Bonuspunk(t) bei der Musik und ein dickes Minus für's Köpi im Glas. Nebenan ist dann die Luna Bar, die Dienstags zum Tanzen einlädt, sehr nett immer wieder und Happy Hour leider nur bis Mitternacht. Wenn man aufpasst, bekommt man auch das eine oder andere Konzert inna Baracke mit, das Bier ist billig und manchmal warm, aber immer sympathisch. Hin da! Von Fusion-Leuten lass' ich mir für gewöhnlich inne Karre fahren und irgendwie erscheint mir dieser Artikel so nichtssagend, naja was soll's, fabsen        

 

 

SPUTNIHALLENrock!!     (22.08.2004)

 

Münsters Nachtleben ist auch nicht mehr das, was es einmal war. Was ist denn aus der schönen Sputnikhalle am Haverkamp geworden?

 Früher war hier ein Ort, wo man ein buntes und sehr gemischtes Publikum antraf, egal ob man Metaller, Punk, Grufti, „Studentenrocker“ oder sonst was war. Man konnte sich im Sommer gemütlich im Innenhof bei den Bänken umsonst hinsetzen und  gemütlich seine Bierchen mit anderen trinken. So saßen im Sommer schon mehrere hundert Leute am Wochenende vor der Sputnikhalle. Die meisten entschieden sich dann später doch noch in die Sputnikhalle rein zu gehen. Doch die Zeiten haben sich geändert! Jetzt wird die Kasse im Sommer nur noch direkt vorm Innenhof eröffnet und nur noch im Winter bezahlt man innen drin seinen Eintritt. So ist man sofort gezwungen den Eintritt sofort zu bezahlen und man kann von draußen die Musik nicht mehr genießen. Früher wurde am Eingang auch mal ein Auge zu gedrückt, wenn man ein bis zwei eigene Bierchen mit rein nehmen wollte. Na gut, die Getränkepreise waren damals auch nicht viel günstiger als heute, es wurde halt nur der € gegen den DM Preis umgetauscht, wie alle anderen Kommerzschweine das auch gemacht haben. Also ein lächerliches Bier oder eine Limo kosten 1,80 € + 0,20 Cent Pfand – super gell!? Aber auch durch ein „neues Konzept“ wurde die Musikrichtung fast radikal geändert. Um die breite Masse anzulocken, wird jetzt fast nur noch Charts- & Radiotaugliche Musik gespielt. Früher konnte man sich auch mal ein paar Lieder wünschen und die wurden dann in der Regel auch gespielt. Gibt es denn jetzt noch irgend einen Grund in die Sputnikhalle zu gehen? Innen drin trifft man außer ein paar Alternatives kaum noch Subkulturen an. Auch wurden früher Skins mit „ULTIMA THULE“ und anderen Rechten T-Shirts nicht rein gelassen, wo heute aber nicht mehr so stark drauf geachtet wird. Da schon mehrmals solche Spacken sich dort frei bewegen durften. Keine Ahnung was in den Köpfen der Sputnikhallen Betreiber vorgeht. Zumindest habt ihr eins erreicht, viele alte treue Sputnikhallengänger habt ihr verloren und der große Kultfaktor des Haverkamps und besonders der Sputnikhalle ist stark beschmutzt. Schade!      -MONSTERschiss-

 

 

 

ZURÜCK ZUM BETON (14 September 2002)

Punk und New Wave in Deutschland von 1977-82

Düsseldorf Kunsthalle (mit Dietmar, Klaus, Don Chris, Moses, Felie und "SKinhie" Lars; siehe Fotos ganz unten!! )

 Zurück zum Beton

Unter dem fetten Slogan, „zurück zum Beton“ (Songtitel von S.Y.P.H.) befasste sich in der Düsseldorfer Kunsthalle eine Ausstellung rund um das Thema Punk. Natürlich wollten wir so schnell wie möglich nach Düsseldorf, da die Ausstellung bereits bald wieder seine Pforten schließen würde, obwohl wir schon seit Mitte Juli bescheid wussten. So schafften wir gerade noch uns am vorletzten Tag vor Ende der Ausstellung (07 Juli – 15 September) doch noch nach Düsseldorf zu gelangen.  Die Hinfahrt mit der Deutschen Bimmelbahn war ganz lustig, auch wenn doch nicht alle mitgekommen waren, die spontan mitfahren wollten. Um 11.00 Uhr kamen wir in Düsseldorf an und fuhren mit einer U-Bahn zur Kunsthalle. Iigit, was ist das denn für ein ekeliges riesiges Betonbunker, was sich Kunsthalle nannte. Und ich dachte mit „zurück zum Beton“ war was anderes mit gemeint…. .

Wir entschlossen uns erstmal ein bisschen was zu schleckern zu holen und dann den Eingang zu betreten. Dietmar und Klaus mussten leider den vollen Eintritt von 3.50 €  bezahlen, da sie keinen Azubi- oder Arbeitslosenausweiss (gibt es ja auch gar nicht!) dabei hatten. An der Treppe wurden die Rucksackpunks gleich drum gebeten von den Museumspersonal ihre Rucksäcke mit dem Bier in der „Gadrobe“ abzugeben. Ich hatte mit meiner Herrentasche (rote Tasche von „GREEN HELL“) Glück gehabt und kam mit dem lecker Karslsquell hinein. Die Treppe hoch kam man in einen großen Raum, mit vielen coolen Plattencovern, vielen alten Bildern und ein paar gemalten Bildern an den drei großen Wänden. In der Regel handelte alles von Mittagspause, Daf, KFC, ZK (DTH_Vorgänger) und Fehlfarben. Auch waren ein paar alte Buttons und ein paar lustlos kopierte Seiten aus alten Fanzines lagen zur Schau rum. Ja gut, die Idee, dass man sich ein paar Seiten umsonst nach kopieren konnte, war ja ganz gut, aber schon scheiße, wenn der Kopierer keine Farbpatronen vertragen konnte und nur weiße Zettel raus kamen. Dietmar und ich fanden aber ein Fanzine – Ausschnitt so lustig, dass wir es uns ausleihen mussten und hiermit versprechen, es bei der nächsten Punkausstellung wieder mitzubringen. In Telgte kann man sowieso besser kopieren.

Auf so einer Ablage waren ein paar Musikanlagen, wo man sich alte Tapes anhören konnte, aber das waren mehr so langweilige Proberaum Aufnahmen und die guten Lieder erwischte man wie zB von KFC nie. Auf den Schock musste ich erstmal einen trinken, wofür ich gleich erstmal verwarnt wurde und in den Vorraum geschickt wurde. Im Vorraum gab es ein paar unwichtige Daten, auf so einer Zeitskala wann angeblich eine wichtige Platte oder so veröffentlich  wurde, gääaaahn! Neben an wurde es jetzt ein bisschen Interessanter und es wurden im ganzen verdunkeltem Raum Diafotos gezeigt. Waren schon schöne Motive dabei und Dietmar, Klaus und ich knipsten  ein paar Fotos mit Blitzlicht, solange bis wieder so ein Ortner kam (Die Dias konnte man leider wegen dem Blitzlicht später nicht erkennen, eigene Doofheit) . In solchen Containern konnte man sich kleine Filmchen aus der Zeit bewundern, was teilweise doch sehr interessant war. Nur leider war der Ton viel zu leise, so dass wir den Lautstärkeregler suchten und die Ortner wieder kein Verständnis hatten. Hier hätte ich auch noch gerne „Störung Ost“ gesehen, aber das wäre ja falsch am Platz gewesen… . Eine Etage höher gab es noch ein paar  gebrauchte Instrumente. Ich setzte mich sofort hinters Schlagzeug  vom „EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN Drummer“ welches recht ungewohnt aussah. Schon wieder gab es Ärger und ich konnte aber vorher noch schnell ein Foto von mir auf dem Drumset machen., da diesmal der Ortner eine Ausnahme machte.

Als ich später auf die Uhr schaute bekam ich echt einen Schock, da es schon kurz nach 14.00 Uhr war.

Unten an der Kasse kauften wir uns noch Buttons von der Ausstellung und regten uns noch mal über die Verschämten Buchpreise auf. Ich glaube, die waren doch Recht froh, als wir und ein paar andere Punks die Halle wieder verlassen hatten.

Fazit. War schon teilweise sehr interessant, da man halt doch sie gut in die zeit versetzten konnte (wo ich noch ein kleiner, frecher Hosenscheißer war…). Aber wenn der POGO-€lvis eine Punkerausstellung machen würde, dann säh dat doch alles ganz anders aus. Nirgends erfuhr man was über die damaligen Friedensdemonstrationen, Startbahnwest , Castortransporte usw. . Wie kleideten sich damals die Punker, wie und wo mit stylten sie ihre Haare, Kleider und Klamotten. Hatten damals wirklich so viele Punks Ratten? Wie sahen die Lederjacken damals aus und was waren Nieten? Warum tranken die meisten Punks damals am Liebsten Hansa und Carlssquell. Was war die Punkerkartei und wie entstanden die berüchtigten CHAOSTAGE? Warum erfuhr man nichts über Popper, über Slime und vor allem wo war der HUMOR??!! Fragen über Fragen….. .

Später besuchten wir noch die längste Theke der Welt, verarschten Touristen aus Bayern, die sich als dank gleich schlagen wollten, fuhren wieder  nach Münster und besuchten ein geiles RANTANPLAN Konzert

 

 

 

 

 

 

 

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